Sonntag, 27. Februar 2011

24.02.2011 Tag 25: Mumbai


Nach einem ausgiebigen Frühstück beschlossen wir unseren letzten Tag ganz gemütlich ausklingen zu lassen. Massagen, Dampfbad usw. Gleich gehts auf zu einem letzten ShoppingTrip und dann gegen 20 Uhr Ortszeit zum Flughafen. Kurz vor Mitternacht werden wir uns von Indien verabschieden und in die Heimat aufbrechen. Mit einem achtstuendigen Zwischenstop in Dubai werden wir unsere Reise um 12:52 Uhr in Duesseldorf beenden.

Over and Out

Lessons learned: Jeder Urlaub geht leider mal vorbei

24.02.2011 Tag 24: Mumbai


Leider ist Volker über Nacht krank geworden und musste deswegen das Bett hüten. Silke und Andreas machten sich nach einem Besuch des übbigen Frühstückbuffets mit einem CoolCab auf zum 45 km gelegenen Gateway of India. Der Taxifahrer versuchte uns natürlich wieder in einen Shop zubringen und uns auch noch ein volles Programm incluive Rückfahrt aufzuschwatzen. Nach dem gefühlten tausendsten Versuch durch den Taxifahrer platzte uns dann doch fast der Kragen und wir haben ihm das Geld hingelangt uns sind einfach ausgestiegen. Das Gateway selber ist ganz nett anzuschauen aber jetzt nicht sonderlich spektakulär. Von dort haben wir uns zu Elephanta Island mit einem Boot aufgemacht - Die große Hafenrundfahrt -. Im Gegensatz zu den Ajanta Caves gibt es hier hinduistische Felsentempel. Es gibt 5 Felsentempel, wobei allerdings leider nur der Haupttempel fertiggestellt wurde und gut erhalten ist. Den Namen Elephanta Island hat die Insel von den Portugiesen erhalten, da es früher einen lebensgroßen Elephanten, der aus dem Stein gehauen wurde, auf der Insel gab. Dieser steht jetzt aber leider nicht mehr hier :-(. Danach haben wir uns mit Sangeetha und ihrer Mutter getroffen, die uns noch mit ein paar guten Tips für Shopping und Sehenswürdigkeiten versorgt haben. Mit einem Taxi machten wir uns auf den Rückweg zu einer Irrfahrt zum Hotel. Volker sah schon wieder ein bisschen fitter aus. Silke und Andreas haben vor dem Schlafen gehen der Hotelbar noch einen kurzen Besuch abgestattet.

Lessons learned: Elephanta Island hat keine Elephanten

25.02.2011 Tag 23: Udaipur, Mumbai


Nach einem erholsammen Schlaf sind wir dieses mal zur French Bakery gegangen und wir haben uns zur Feier des Tages einen Café Latte gegönnt. Wir haben uns von dort direkt zur Bootstour aufgemacht. Nachdem ein Boot für uns Drei 700 Rupien kosten sollte - und der Käptn noch nicht fertig war - haben wir die Zeit genutzt und andere Touristen bequascht, ob Sie nicht mitfahren wollen.  Die erste Reaktion war "no thanks" bis Sie gecheckt haben, dass wir nichts verkaufen wollten :-). Wir haben dann eine italienische Familie aufgetrieben (Boot für 7 Personen = 900 Rupien). Beim Betreten des Bootes wollte uns doch der Verkäufer weismachen, dass ein Boot doch 1050 Rupien kostet und es nur noch keine neue Preisliste gibt! Nachdem wir uns geweigert haben mehr als 900 zu zahlen, gab er sich letztendlich damit auch zufrieden. Die Fahrt selber war nicht sonderlich spektakulär, man hat aber einen ganz netten Blick auf die Stadt und die beiden Palastinseln werfen können. Bei der Taxifahrt zum Flughafen haben wir vom Taxifahrer erfahren, dass es vor ein paar Jahren so trocken war, dass er mit dem Taxi zu den Palastinseln gefahren ist. Leider mussten wir am Flughafen feststellen, dass unser Flug mehr als zwei Stunden Verspätung hatte. Die Zeit haben wir gleich genutzt um den Blog auf den aktuellen Stand zu bringen, d.h. zumindest auf Silkes Laptop, Internet haben wir vor Ort nicht.
Das war mal ein Flug - freie Sitzwahl!!!, mördermäßig schlechtes Essen, unbequeme Sitze und eine richtig schlechte Landung - aber wir sind immerhin in Mumbai angekommen. Vom Limousinenservice unseres Hotels sind wir direkt am Ausgang in Empfang genommen und zu unserem Hotel gebracht worden. Das liegt leider am A der Welt bzw. von Mumbai, ist dafür aber echt toll. Inkl. Gamesroom (mit Wii, Billiard, Tischtennis), einem hervorragenden Restaurant  (ganzer Hummer 10 Euro) und und und.

Lessons learned: Auch am A der Welt kann es schön sein

24.02.2011 Tag 22: Udaipur


Andy und Silke kamen auf die glorreiche Idee, den Blog an diesem Tag vorab zu schreiben und am Ende zu überprüfen, was wir tatsächlich geschafft haben. Hier eine kurze Liste der erwarteten Ereignisse und Aktivitäten sowie der Erfüllungsgrad:

·         Heute Blog im Voraus - mal sehn was sisch erfüllt (100% erfüllt)
·         Blog schreiben im Bett (100% erfüllt)
·         Frühstück in der German Bakery Edelweiß (100% erfüllt)
·         Stadtpalast besichtigen (100% erfüllt)
·         Rumgebummel, shoppen (Leder 0%, Schmuck 80%, Hose 0%, Kunst 0%, leider keine Flasche Wein 100%) und kleines Mittag (100% erfüllt)
·         Bootstour zum Sonnenuntergang (1%, fürs Fragen)
·         Essen auf einem Rooftop (100% erfüllt)

Nach einem eher mäßigen Frühstück im Edelweiß sind wir zum Stadtpalast aufgebrochen. Hier wurden wir erstmal durch die verschiedenen Möglichkeiten der Besichtigung von Teilen des Palastes vollkommen verwirrt. Die Schönheit des Palastes und das Vergnügen der Besichtigung wurden durch die Massen der Touristen und die herrschende Lautstärke stark beeinträchtigt. Wir verbrachten ein paar Stunden mit der Tour durch das Labyrinth an Räumen und Innenhöfen. Die gezeigte Ausstattung der Herrschaftsgemächer war eher enttäuschend. Unsere Vorstellung vom Reichtum indischer Herrscherfamilien wurde nicht erfüllt. Im Anschluss an den Citypalast gab es ein leichtes Mittag auf einer Dachterrasse mit einem hervorragenden Masala Papad. Ein weiterer Bummel durch Udaipurs Straßen führte uns zu einem Schneider, der Silke ein Seidentop und ein Seidenkleid maßgeschneidert für umgerechnet 40,-€ anbot. Die Fertigstellung sollte bis 20 Uhr des selben Tages erfolgen. Den sonnigen Nachmittag verbrachten wir mit einem Spaziergang ans andere Seeufer und einem Lassi im Schatten eines riesigen Baumes (Dank an Volkers Eltern). Die nun gelante Bootstour mit Sonnenuntergang fiel leider ins Wasser (sprichwörtlich, besser bei Indiens Wasserqualität). Alle Fahrten waren bereits ausgebucht. Silke nutzte die Gelegenheit und erstand etwas Silberschmuck in einem nahegelegenen Laden. Das Abendessen nahmen wir wieder mal auf einer Dachterrasse im "Paying" (gibts hier auch andere???) Guesthouse Dream Heaven ein. Das Restaurant ist sehr zu empfehlen. Insbesondere die Lassi und das Butter Chicken waren hervorragend. Von hier ging es direkt zum Schneider um Silkes neue "Kleider" abzuholen. Leider entsprachen die Klamotten nicht unseren Erwartungen. Nach zigmal Abändern, Neunähen usw. - es war bereits 21:30 - hatte der Chef des Ladens Mitleid mit uns bekommen und Volker und Andreas ein Bier organisiert um die Wartezeit zu überbrücken. Wir verbrachten also unseren Abend anstelle auf einer Dachterasse in einem winzig kleinen Stofflager beim Schneider. Wir nutzten die Zeit um "Wer bin ich", "Ich sehe was, was Du nicht siehst" (lustig im Stofflager) zu spielen und uns an der Situationskomik des Ganzen zu erfreuen. Nachdem mittlerweile jeder Laden auf der Straße geschlossen hatte, hat uns doch noch die letzte Version des Tops und des Kleids überzeugt. Vom Stofflager ging es dann direkt zum Schlafen ins Hotel.

Lessons learned: Die unendliche Geschichte des tapferen Schneiderleins, was ist eigentlich das Antonym von Paying Guest House




23.02.2011 Tag 21: Jodhpur, Udaipur - Octopussy heißt uns willkommen


Der einzigste Nachteil an unserem Palast ist der niedrige Türsturz zum Badezimmer. Nachdem Andreas und Volker  schon am Vortag mit diesem Bekanntschaft geschlossen haben , hat Silke erst heute diese schmerzvolle Erfahrung gemacht. Nach dem auschecken sind wir noch schnell mit einer Rickshaw zum Clock Tower gedüst, um diesen noch zu besichtigen. Wir sind mal wieder nicht am zugehörigen Bazaar vorbeigekommen, ohne ein paar Gewürze und Tee sowie ein paar Fußkettchen (sehr gut verhandelt) und frisch gepressten Zuckerrohrsaft erstanden zu haben. Mit dem Flieger gings dann nach Udaipur weiter. Udaipur ist die Stadt der Seeschlösser, der Maler und Lederverarbeiter. Nachdem der Flughafen doch recht weit vor der Stadt gelegen ist, haben wir uns für eine Fahrt mit einem Prepaid Taxi zum Hotel entschieden. Aufgrund der guten Erfahrung haben wir uns wieder für ein Haveli - Gebäude mit Innenhof - entschlossen. Im Innenhof konnte man sich wieder einmal seine Zukunft aus der Hand lesen lassen, spirituelle Beratung genießen und als interesantes Detail die indische Malkunst erlernen. Wir haben nichts davon gemacht. Unser Zimmer war wieder einmal groß, sauber und recht schön. Andy und Silke konnten aus den Schmutzspuren an der Decke sogar Bilder erkennen (Löwe und Mann), Volker fehlte die entsprechende Fantasie. Den ersten Tag nutzten wir ersteinmal zum Checken der Lage. Bis zum Abendessen erkundeten wir Udaipurs Straßen. Hier haben wir eine neue Masche von jungen Kleinganoven kennengelernt. Ein Junge zeigte uns eine Handvoll Centstücke (ca. 70 Cent) und fragte uns wieviel das in Rupien wäre.  Auf unsere Antwort (42, was sonst) meinter er, dass wir ihm diesenBetrag doch bitte dafür geben sollten. Wir haben dies abgelehnt. Eine andere Frau meinte nur zu ihm "take good care of it". Den Sonnenuntergang am Sunset-Point haben wir knapp verpasst (der Sonnenuntergang war schneller als wir), dafür aber einen gemütlichen Abend auf der hoteleigenen Dachterrasse mit leckerem Essen und herrlichen Blick über den Pichola-See und die zahlreichen Schlösser im und um den See genossen. Nach dem Essen konnten wir uns die Vorführung des James Bond Klassikers Octopussy nicht entgehen lassen. Der Film wurde zu großen Teilen in Indien und speziell in Udaipur gedreht. Aus diesem Grund werden täglich in fast jedem Restaurant Filmvorführungen angeboten. Zum Ende streikte leider das Abspielgerät, sodass Silke sich das Ende von Andy und Volker schildern ließ.

Lessons learned: man lernt nur aus eigenen Schmerzen (Türsturz)

22.02.2011 Tag 20: Jodhpur - Schlumpfhausen


Wegen der Verspätung in Jaipur rechneten wir mit einer verzögerten Ankunft in Jodhpur (erwartete 9:00 Uhr statt geplante 8:00 Uhr). Nichtsdestotrotz wurde der Wecker auf gemütliche 7:30 Uhr gestellt. Da wir da aber schon in Jodhpur am Bahnhof standen, wurde das Aufstehen, Packen und Aussteigen auf rekordverdächtige 5 Minuten beschränkt. Unser Pickup-Service war nicht in Sicht. Ein netter Zeitungsverkäufer nutzte sein Telefon um unser Hotel diesbezüglich zu kontaktieren und wollte nicht einmal einen Tip annehmen! 5 Minuten später war unser Transport organisiert und auf gings zum Hotel Singhvi`s Haveli. Bis unsere Suite, besser gesagt unser Palast, fertig war - bestes Hotel bis jetzt und das zum günstigen Preis - haben wir uns die Zeit mit einem ausgiebigen, sehr guten Frühstück vertrieben. In Jodhpur ist ein großer Teil der Häuser in indigoblau gestrichen. 
Dies soll zum einen für eine angenehme kühle Temperatur in den Häusern sorgen und zusätzlich insbesondere Mücken vernhalten. Die blaue Farbe war früher den Bramahnen (Gelehrte usw. -Höchste Kaste) vorbehalten. Heute ist dies nicht mehr der Fall, allerdings ist die Stadt immer noch nach Kasten bzw. Berufen aufgeteilt. Es gibt eine Straße mit Silberschmieden, eine mit Textilhändlern und und und. Nach einem Stündchen Pause haben wir uns zum Mehrangar Fort aufgemacht. 
Das Fort toppt alle bisher besichtigten, obwohl es in unseren Reiseführern nicht unbedingt empfohlen worden ist. Dies liegt zum einen am guten Zustand der Bausubstanz und zum anderen an dem hervorragenden Audioguide und natürlich an einem motivierten Maharadja der der Nachwelt was erhalten will. Silke und Volker haben sich dann auch noch Handlesen lassen und Ihnen wurden neben überraschend zutreffenden Aussagen zum aktuellen Stand der Dinge, Reichtum und viele Kinder vorhergesagt. Den Sonnenuntergang haben wir mit Blick aufs Fort von unserer Dachterasse mit einem Bierchen genossen.

Lessons learned: keine Sorge um die Schlümpfe - die habens schön




21.02.2011 Tag 19: Jaipur - Pink City


Jaipur war (gilt vorweggenommen für alle in Rajasthan besuchten Städte) deutlich sauberer, leiser, unchaotischer und besser riechend als die Städte der ersten Woche. D.h. natürlich bei weitem noch nicht wie in Deutschland, trotzdem lag eine kleine Welt dazwischen. Wir sind mit einem Rickshawfahrer direkt nach dem Frühstück zum Fort aufgebrochen. Dieses liegt malerisch auf einem Hügel in einer kargen Landschaft gelegen. 
Auf die Elefantentour (ca. 700 m) zum Fort haben  wir verzichtet, da dies mehr einer Touristenkarawane geglichen hat. 
Wir waren positiv über den Zustand des Forts überrascht, d.h. zumindest war das Gebäude nicht total vernachlässigt und es gab einen Audioguide. Nach mehr als 4 Stunden kamen wir zu unserem Fahrer zurück. Er war recht verwundert, dass wir so lange für das Hauptfort gebraucht haben, die meisten Touristen sind wohl schon nach 1-2 Stunden zurück. Von da haben wir noch einen "kleinen" Abstecher in eine Textilfabrik unternommen. Wir konnten sehen wie Teppiche gewebt und Tücher mit einfachen Matrizen manuell bedruckt wurden. 
Im zugehörigen Laden haben wir uns reichlich mit unterschiedlichsten Textilien eingedeckt. Volker mit 6 Schals und Andy mit einem Anzug nebst 2 Hemden und ebensovielen Kravatten. Silke will kein Kleid für 14.000,- Rs kaufen. Muss Sie auch nicht, kostet nur 1.400,- Rs :-). Aufgrund der anschließenden Zeitknappheit gabs kein Jantar Mantar sondern den Affentempel. Wir wurden vom unserem Rickshawfahrer am Fuße eines Berges am Rande der Stadt abgesetzt. Mit Begleitung durch einen wirklich zerfledderten Hund gings an den Aufstieg. Auf de Hälfte des Weges wollte eine Frau uns unbedingt einen roten Segenspunkt auf der Stirn zwangsverpassen. Mit den Worten "You will get no Money for this" wurde sie erfolgreich abgewehrt. Wir waren zum Glück durch einige indische Kinder vorgewarnt worden. Der ganze Weg wurde von Affen bevölkert und auch am Tempel waren sie, wie zu erwarten, zahlreich vertreten. 
Aus diesem Grund sollten die Schuhe in einem Vorraum des kleine Tempels unter den wachsamen Augen der Tempelhüterin abgestellt werden. Leider erwies sich diese Frau als unverschämtes Subjekt. Als sie laut zeternd eine größere Spende als die freiwillig erbrachte von uns einfordern wollte, nahmen wir unsere Füße und die Schuhe in die Hand und verließen den doch recht armseligen Tempel. Der Berg selbst bot uns aber eine schöne Aussicht auf die Stadt und das Amber Fort in der Ferne. Durch unseren Rickshawfahrer wurden wir noch in eine Juwelierladen für Silberschmuck geführt. Die Betreiber war sehr nett, aber auch seine geschicktesten Verkaufstaktiken hatten bei Silke nur sehr mäßigen Erfolg. Das anschließende Abendessen in einem sehr einfachen Restaurant auf dem Flachdach eines Textilgeschäftes war hervorragend. Zurück im Hotel wurden dem Blog noch schnell einige Zeilen und auch Bilder hinzugefügt. Gegen 0 Uhr wurden wir vom Hotelbesitzer zum Bahnhof gefahren. Unser für 1 Uhr angesetzter Zug verspätete sich um 45 Minuten. Völlig übermüdet konnten wir aber sehr gut in unseren Kojen einschlafen.

Lessons learned: Hexen leben manchmal in Tempeln, wir sind Intensivtouristen

Montag, 21. Februar 2011

20.02.2011 Tag 18: Delhi Museum – Jaipur

Die Hochzeit, der eigenliche Grund fuer die Reise, wurden ja von Steffen usw. schon ausuehrlich beschrieben, deswegen nur die aktuellen Infos von unserer Weiterreise. Besetzungswechsel, statt Felixine ist jetzt Volker mit uns (Silke und Andreas) an Bord. Wir haben uns gemeinsam mit Irene ins indische Nationalmuseum begeben. Dort war von den ersten menschlichen Spuren bis heute die indische Geschichte interessant dargestellt. Es gab sogar Audioguides auf Deutsch! Nach einer gemeinsamen Staerkung sind wir drei mit einem von Mohit organisierten Taxi zum Flughafen aufgebrochen. Kurz nach der Ankunft am Flughafen hat es leider zu Regnen angefangen, was die Temperaturen doch leider recht deutlich gesenkt hat. Mit einer Propellermaschine ging es von Delhi nach Jodhpur, wo wir schon vom Pick-up-service (Autorickshaw)unseres Hotels erwartet worden sind. Leider hat es auch hier geregnet und es gab keine seitlichen Planen an unserem Fahrzeug. Leicht Nass und kalt sind wir dann aber in einem klasse (Preis-Leistung) Hotel angekommen und von da noch in ein Restaurant mit typisch regionaler Kueche aufgebrochen. Essen der Wahl war Barbecue (Huhn und Lamm).

12.02.2011 Tag 10: Varanasi, Delhi

Heute haben wir quasi richtig ausgeschlafen - bis ca. 8 Uhr -. Nach eine letzten Bummeln durch die Alstadt sind wir um 11:30 von unserem Rickshawfahrer abgeholt worden. Auf dem Weg zum Flughafen ca. 30 km / 1 Stunde, haben wir über Land und Leute geplaudert und haben dabei echt viel gelernt. Von Grundstückspreisen, Schulsystemen, Kautabak und und und. Der Flughafen war erst vor 2 Monaten eingeweiht worden und daher in einem herovrragenden Zustand. Direkt nach der Landung wurden wir  von Shuttluservices abgeholt und zu unseren Hotels gebracht. Silke und Felixine zum City Center Hotel (die bessere Wahl) und Andreas zum Ginger Hotel. Die Hotels sind nur 10 Minuten zu Fuß oder 60 Minuten in der Rushhour mit Taxi entfernt. Andreas hatte gerademal 30 Minuten zum einchecken, duschen und umziehen Zeit, da sich sein Fahrer mehrmals verfahren hatte. Mit 20 Leuten (ITA+Anhang) ging es dann weider zur ersten Feier! Alles war festlich dekoriert, es gab "Zigeuner" die Musik gespielt und getanzt haben, gutes und reichliches Essen... Krönender Abschluss des Tages war der Auftritt des ITAinIndia Tanzoktetts. Das war wahrscheinlich für die Inder, wie wenn zu einer bayrischen Hochzeit, eine Gruppe Inder einen Schuhplattler aufführt ;-)
Lied des Tages: ZoobiDoobi

11.02.2011 Tag 9: Varanasi

Wir sind mal wieder vor Sonnenaufgang aufgestanden um diesen vom Boot aus besichtigen zu können. Als Guide haben wir einen ca. 15 Jährigen Schüler bekommen, der gerade frei hatte, und aus der Gegend stammt.

Vom Sonnenaufgang hat man leider nicht so effektvolle Bilder wie erhofft aufnehmen können, da der allgegenwärtige Smog dies zu verhindern wusste. Direkt vom Boot ging es zu einem HinduTempel, der über und über mit Kamasutra-Darstellungen verziert war. Von da aus ging es zum goldenen Tempel. Leider durften wir nur in die Gasse davor -  wir mussten dazu alles (Geld, Foto, Handy usw.) abgeben, bzw. wir haben es Silke gegeben, die sich freiwillig dafür geopfert hat - der Tempel selber war für Nicht-Hindus gesperrt. In Indien sind die Leute/Regierung aufgrund der Anschläge vor ein paar Monaten super ängstlich, und es wimmelt nur so vor SIcherheitsleuten, Scanneren für Gepäck usw. Danach bekamen wir noch eine Aromatherapie im Kuhstall :-) Unser Guide zeigte uns sein Zuhause, im Erdgeschoss der Kuhstall (super stolz) darüber die Wohnräume. Uns wurden dann unterschiedliche Masalas (Gewürzmischungen) und selber destillierte Düfte vorgeführt. Aufgrund der guten Erfahrung gings zum Frühstücken zur Brown Bread Bakery mit einem Continentalfrühstück (zu Früh ist mal ganz nett ohne indische Schärfe). Am Nachmittag haben wir den Tigertempel, den Affentempel (Hanumann), den Rama Tempel mit Museum, den ehemaligen Herschaftssitz des Maharadjas und einen buddhistischen Tempel besucht. Leider legen die Inder keinen Wert auf Instandhaltung von kulturellen Gütern, so konnte man die ehemalige Pracht des Herschaftssitzes nur erahnen. Nach der kulturellen Überdosis haben wir uns zu einer Shopping/Spaziergang in den engen Gassen der Alstadt entschlossen, insbesondere da Varanasi für Seidenfabrikate berühmt ist. (Geboren in Seide, verbrannt in Seide). Wir haben dann auch einen echt coolen "Shop" gefunden von Sanjaj dem "Schweizer". Sanjaj hat uns dann aucn noch für den nächsten Tag eine Rickshaw fahrt zu einem echt fairen Preis zum Flughafen organisiert.
Lesssons learned: Aromatherapie im Kuhstall, Geruchssinn stumpft ab

10.02.2011 Tag 8: Varanasi

Bei der Ankunft in Varanasi Junktion Trainstation waren wir doch etwas angespannt, da wir doch vor einer hohen Kriminaltiät, Bettlern, vielen Todkranken Menschen usw. in unserer Reiseliteratur gewarnt worden sind. Wir haben uns deswegen direkt am Bahnhof ein PrepaidTaxi geschnappt, um dem ganzen Chaos etwas zu entgehen. Trotz PrepaidTaxi bekamen wir noch einen "Guide" mit an Bord, der uns zu unserem Hotel im Labyrinth der Altstadt führen wollte, und uns ständig erzählt wie schlecht es dort ist und dass er doch ein viel besseres kennt. Freundlich wie wir waren haben wir uns natürlich zur Anlaufstelle für das Hotel - ca. 5 Minuten vom eigentlichen Hotel entfernt -  bringen lassen und den "Guide" danach abgehängt :-) Zu unserer Überaschung gab es deutlich weniger Bettler, Gestank usw. als vermutet, nur die hohe Anzahl an Kühen sorgte für reichlich Tretminen in den schmalen Gassen. Nach kurzer Erholung im Hotelzimmer haben wir erst das Hauptghat und im anschluss ein Burning Ghat besucht. Am Burning Ghat werden die verstorbenen Personen nach Kasten getrennt verbrannt und können so direkt ins Nirvana eintreten. Ausnahmen sind Kinder unter 12 Jahre, Schwangere, Priester und Tiere - da diese rein sind - sowie durch Unfall, oder besondere Krankheiten (Lebra) gestorben sind. Diese werden entweder mit Steinen beschwert im Ganges versenkt oder auf Bambmusflösen gebettet. Zu unserer Überaschung war das ganze Zeremoniell nicht so schockierend wie erwartet, sondern nur interessant. Fotos waren natürlich nicht erlaubt, mag man ja bei uns auf einer Beerdigung auch nicht von irgendwelchen Touris. Am Burning Ghat war dann auch noch ein Bulle etwas wild unterwegs, der die Zuschauer und die Angehörigen zu spontanten Fluchten nötigte. Im Anschluss waren wir noch beim German Baker, die einen Teil Ihrer Einnahmen für ein Schulprojekt verwenden und haben super gemütlch Lassi getrunken. Abends haben wir noch eine "Tour" für den nächsten Tag gebucht - um in der kurzen Zeit möglichst viel zu sehen - sind über den Markkt gebummelt und zur Abendzeremonie am Hauptghat gegangen. Wir waren dann noch in einem Restaurant mit super leckerem Essen, Felixine hat sich erstmal für eine Auszeit von der indische Schärfe entschlossen.
Lessons learned: Trick a tout

09.02.2011 Tag 7: Jabalpur - Marple Rocks

Endlich mal ausgeschlafen, bis ca. 9 Uhr! Mit frischer Energie ging es zunächst mit Bus und Rickshaw zu den Marple Rocks, diese sind ca. 25 km oder 40 Minuten vor Jabalpur gelegen. Dort angekommen waren wir erstmal über moderat aufdringliche Verkäufer und den fast schon geringen Lärm erstaunt. Mit einem Boot ging es auf Besichtigungstour in eine Schlucht aus Marmorfelsen.
Sehr beeindruckend, auch wenn wir mangels Hindikenntnissen nichts von den Erklärungen verstanden haben. Am Basar haben Felixine und Andreas handbearbeitete Mörser aus Marmor gekauft. Es gab sehr filigrane Staubfänger aus Marmor zu bestaunen, z.B. Gitterartiges Ei, mit Dinsaurier im Inneren, der wiederrum noch ein Tier im Inneren hatte und das ganze aus EINEM Stein geschnitzt! Nachdem man davon aber nicht satt wird, sind wir in ein Restaurant mit Garten und Flußblick gegangen, dass auf einem Hügel direkt neben einem Hindu-Tempel aus dem 10. Jahrundert gelegen war. Nachdem die ruhige Zeit leider zu Ende ging haben wir uns mit einer Rickshaw (vgl. Piaggio Ape) zur Bushaltestelle aufgemacht, mit weiteren 11! Leuten, d.h. wir waren dort zu 14. drin "Can you beat it". Das war aber noch gar nichts gegen die anschließende Busfahrt (ca. 100 Leute für 20 Mann Bus). Silke musste die erste viertel Stunde auf Zehenspitzen stehen, die Decke war dabei viel zu niedrig , Andreas war über 3-4 Leute verteilt, aber es bestand dafür keine Umfallgefahr...Nachdem wir mit der Konservendose angekommen sind haben wir unser erstes Einkaufzentrum in Indien besucht, das wir gleich zur Shoppingtour genutzt haben. Das Einkaufzentrum stand zu unserer Überraschung einem in Aachen nur geringfügig nach. Im Anschluss haben wir noch einen Juwelier "besichtigt" unter strengster Bewachung von Securityguards (ca. 5 Typen mit Maschinengewehren). Für die anstehende Zugfahrt nach Varanasi haben wir uns dann noch im Supermarkt mit Knabberzeug und Mückenstichen eingedeckt. Mit einer Rickshaw gings dann Richtung Bahnhof. Zum ersten Mal machten wir die usn angekündigte Erfahrung eines betrügerischen Fahrers, der nachträglich den Preis erhöhen wollte. Zu seinem Pech hatten wir uns aber bereits samt Gepäck von der Rickshaw verabschiedet und sind einfach Richtung Bahnhof davongeschlendert. Im Bahnhof herrschte das übliche Chaos und Unwissen darüber, von wo unser Zug genau abfahren sollte. Mit Hilfe der Auskunft eines freundlichen Inders wurde erstmal ein Restaurant aufgesucht. Wir hatten ja noch 4 Stunden bis zur geplanten Abfahrt zu überbrücken. Nach kurzem Fussmarsch fanden wir das beschriebenen Lovely Restaurant. Das Essen war sehr gut, die sanitären Einrichtungen ließen jegliche Hygiene missen. Wir kauften uns beim Besitzer noch einiges an süßem "Gebäck" und zurück gings zum Bahnhof. Schon auf dem Eg dorthin folgte uns eine Horde bettelnder Straßenkinder. Schlimmer wurde es auf dem Bahnsteig. Hier wurden wir regelrecht belästigt. Ein nepalesischer Soldat kam uns zur Hilfe und verscheuchte die Bande mit Tritten. Vorab wurden Silke und Felixine noch von einer möglicherweise verrückten ärmlich aussehenden Frau belästigt und konnten nur durch geschicktes Ausweichen einem tätlichen Angrifff entgehen. Zum Glück waren dies die bisher einzig wirklich unangenehmen Momente in Indien. Unser Zug ließ eine Stunde länger auf sich warten als geplant. Gegen 1 Uhr nachts durften wir dann unsere Pritschen (3 übereinander) beziehen. Besonders Silke hatte Schwierigkeiten mit dem engen Platzangebot. Ein lauter Schnarcher (nicht Andy) erschwerte das Einschlafen zusätzlich. Der Schlafmangel ließ aber jeden zumindest in einen leichten Schlaf sinken.
Lied des Tages: Marmor, Stein und Eisen bricht
Lessons learned: 14 Leute in der Rickshaw sind deutlich besser als 100 im Bus.

08.02.2011 Tag 6: Bus von Kanha (Kisli) nach Jabalpur

Wieder einmal viel zu früh für einen Urlaub sind wir gegen 5:45 zur letzten Safari aufgebrochen. Leider gab es einen Wechsel im Team, DC unser erster Fahrer wurde für eine Gruppe neuer Touristen eingesetzt udn wir bekamen einen unmotivierten Fahrer, dessen Name es sich nicht zu merken lohnte. Leider war uns auch kein Glück mit Tiersichtungen beschert. Neben einigen Hirschen udn Pfauen haben wir zumindest aber Wildschweine gesehen. Zu userem Ärger ist unser Fahrer aber an vielen Tieren und den schönsten Motiven einfach vorgefahren. Anscheinend waren nur Tiger interessant genug für ihn (wir vermissten DC). Die langweilige Fahrt animierte Felixine und Silke nur zu einem ausgedehnten Schläfchen, wobei darauf geachtet werden musste, dass der Wagen nicht unfreiwillig verlassen wurde (keine Türen oder Gurte im Jeep). Tigertechnisch war unsere Fahrt sehr erfolglos. Schlimmer noch, wir mussten uns Geschichten anhören und Fotos einer sehr erfolgreichen Sichtung von insgesamt 3 Tigern (2 an einer Stelle mit Laufen, Brüllen etc.) von diesem Tag ansehen. Fahrer sder Truppe war "unser" DC. Grrrrrrrrr. Zu allem Überfluss stellte sich im Anschluss im Hotel heraus, dass bei der Buchung über MyTrip  - again - was danebengelaufen ist. Anscheinend wurde von Mytrip "nur" der Preis für Nationals verlangt und nicht für Foreigner, schlappe 15000 Rupien unterschied, immerhin etwas über 200 Euro! Zunächst wollte das Hotel, das Problem auf uns abwälzen, nachdem wir aber zum Glück die Bestätigungsemail vom MyTrip hatten und wir da als Foreigner drinnen standen mit dem reduzierten Preis, durfte Andreas gemeinsam mit dem Hotelleiter beim Chef von MyTrip anrufen um die Sache zu klären. Letztendlich hat MyTrip zugesagt den Fehlbetrag ans Hotel zu überweisen und wir waren aus dem Schneider. Nach dem Luxusresort wollten wir wieder Indien pur und sind deswegen - auch mangels Alternativen -  mit dem Bus nach Jabalpur aufgebrochen. Zum Glück sind wir an der ersten Haltestelle eingestiegen und konnten für die 6 Stunden Fahrt Sitzplätze ergattern. Bereits an der 2. Haltestelle (ca. 5 Minuten später) war der Bus zum bersten voll, dagegen ist ein Aachener Bus zur Rushhour quasi leer. Silke hatte zwischen zeitlich eine alte Frau auf dem Schoß und wer am Gang saß Ärsche im Gesicht. Die Hupe war natürlich mal wieder auf Dauerbetrieb, dieses mal allerdings leider mit Verstärker sodass wir quasi taub in Jabalpur angekommen sind. Nach kurzer Suche haben wir auch eine mäßige, dafür mückenreiche, Unterkunft gefunden. Vor dem Zubett gehen sind wir noch schnell gegenüber in Restaurant mit kitschiger europäischer Instrumentallmusik (z.B. Titanik), das Essen war dafür mal wieder sehr gut, die Bedienung um es mild auszudrücken etwas überfordert mit uns.

Sonntag, 20. Februar 2011

Der Empfang der Braut


Samstag Abend gab es also nun den letzten Empfang des einwöchigen Hochzeitsmarathon. Mit dreiviertelstündiger Verspätung rückte das ITA ein (Verspätung weil eine Person eben zu spät zum Hotel kam und die indischen Busfahrer nicht vorher losfahren wollten obgleich schon einer der beiden Busse voll war.Naja die halten sich halt an ihre Anweisungen)

Der Empfang lief ähnlich ab wie der am Mittwoch. Mohit und Neha saßen auf einem rosa Sofa auf einer rosa Bühne. Die Gaste defilierten vorbei, gratulierten und überreichten Geschenke. Achja, und es gab Fotosfotosfotos. Ich glaube, die beiden können keine Kameras mehr sehen. Die Reise nach Paris ist gut angekommen und wir werden den beiden dann bald eine nette Töfftöff-Fahrt in die Stadt der Blätterteighörnchen und Stangenweissbrote spendieren.

Dann gab es natürlich mal wieder Fressifressi, herrliche indische Kochkunst in Buffetform.

Oh indisch Essen, Gaumenschmaus !
Ich drück Dir meine Liebe aus !
Gesotten Reis, Gemüsesud !
Hähnchenfleisch gedünstet gut !

Würze, Schärfe, Saft, Aroma,
Es gipfelt in gefress'nem Koma.
Nachtisch üppig, zuckrig, fett,
Danach müde, schlafen, Bett.

Was den Abend gut zusammenfasst. Um Mitternacht haben wir uns dann verabschiedet und von Mohits und Nehas Eltern und Onkels alles Gute gewünscht bekommen. Sie waren alle sehr beeindruckt da on, dass wir den weiten Weg gekommen sind. Hey, wo es so ne Fressorgie gibt kann doch kein Assistent nein sagen !

Einer von Mohits Onkels sagte zu mir "God bless you", aber ich habe nicht verstanden welcher von den vielen gemeint war. Macht nix, trotzdem danke und ebenso !

Der Onkel Julian liegt mittlerweile mit Internetverbindung *freu* im Hotel in Mandawa und tippt sich auf dem iPhone nen Wolf. Bloggen werde ich als geborene Querkopf und hauptamtlicher Spalter aber woanders. Wie angekündigt gibt es ab sofort auf http://Lumenatic-India.tumblr.COM Bilder und Eindrücke aus Indien. Passwort zu dem Blog wurde gesondert bekannt gegeben.

Tschökes,

El Chulio

Samstag, 19. Februar 2011

Steffen Blog-Out

Für mich neigt sich die Zeit in Indien dem Ende zu. Heute noch die große Party Teil 2, dann geht morgen früh der Flieger in die Heimat. Meine Indien Sim-Karte geht dann an Julian, der seit einer ganzen Woche schon an Internet-Entzug leidet. Der darf dann auch über das Fest berichten. Mir langts auch nach so viel Text tippen auf meinem kleinen Telefon.
Also: Steffen meldet Blog-Out!

Fr. Nachtrag

Stau
Auf der Rückfahrt von Fathepur Sikri kommen wir in unseren ersten richtigen Stau. Zunächst stockt es auf unserer Fahrspur nur ein wenig und wahrscheinlich wäre alles nicht so schlimm gekommen, könnten Inder im Verkehr in einer Reihe warten. So aber wird der stehende Verkehr rechts und links überholt, nach dem Motto: wenn ich erst mal vorne bin...
Schließlich stehen dann die Autos, Busse, Lkw, TukTuks, Traktoren 3-4 spurig auf einer zweispurigen Straße nebeneinander. Und links und rechts passt immer nochmal ein Mopped vorbei. Lustig wird es dann, wenn genau das gleiche aus den anderen drei Richtungen auf eine nicht Ampel geregelte Kreuzung trifft. Ein nichts geht mehr Schauspiel, bei dem ein Haufen wild gestikulierender Inder sich in der Mitte der Kreuzung lautstark nicht einig werden, aus welcher Richtung das nächste Fahrzeug versuchen darf sich in einer Richtung an der Schlange vorbei zu quetschen. Die Folge: 2,5 h für vielleicht 300 Meter und ne Menge Spaß.

Fr. 18.02:Agra Fort und Fathepur Sikri

Nach dem Frühstück gehts als erstes zum Agra Fort, einer großen Festungs und Palastanlage, in Sichtweite des Taj Mahal. Hier wurde auch der Erbauer des Taj Mahal in einem wunderschönen Gefängnis festgehalten, und zwar von seinem jüngsten Sohn. Der hatte seine 3 älteren Brüder ermordet, um an die Macht zu kommen. Jetzt ist das Grab des Taj Mahal Erbauers das einzige in der ganzen Taj Anlage, das "out of symmetrie" ist. Eigentlich hatte er geplant, sein eigenes Taj auf der anderen Flussseite zu errichten, eine identische Anlage nur aus schwarzem Marmor. Nur ist er nie über die Fundamente hinaus gekommen.

Der Bus bringt und ins nur knapp 40 km entfernte Fathepur Sikri, was dennoch über eine Stunde dauert. Dorthin hatte König Akbar seinen Regierungssitz von Agra hinverlegt, aus Dankbarkeit: Nach jahrelangen Gebeten im ganzen Land hatte er bei einem lokalen Einsiedler dort endlich Erfolg und bekam sein erstes Kind (Sohn) von seiner Hindu-Frau. Er hatte auch noch eine christliche und eine muslimische Frau. Nach Akbar wurde Fathepur direkt wieder aufgegeben, aber eine riesige Palast und Tempelanlage steht dennoch. Das Besondere ist die Verschmelzung christlicher, muslimischer und hinduistischer Baustile. Akbar hatte keiner Religion den vorzug gegeben und es herrschte Religionsfreiheit.

Do. 17.02.: Agra

Agra
Um 9h machen sich Julian, Irene, Bayram, Felixine, Rike, Jan, Steffen, Ingrid, Volker, Kristina, Andreas und Silke in einem Kleinbus nach Agra auf. Reisezeit für 240km: 1h aus Delhi raus, 3h fahren (meistens), 45min nach Agra rein. Am Hotel holt uns der Guide ab, was uns viel Zeit spart mit Tickets besorgen, Anfahrt und Anstellen am Eingang, denn es ist eine Menge los. Der erste Blick aufs Taj Mahal verschlägt uns allen den Atem. Hinter einem weiten, symmetrisch angelegten Garten erhebt sich die 80 m hohe Marmorkuppel. Das ganze kunstvoll verziert mit Blumenornamenten, farbig leuchtenden Halbedelsteinen, die in den weißen Marmor eingelegt sind. Wir kommen aus dem staunen nicht mehr raus. Anschließend gehen wir noch Abendessen und dann auf der Hoteldachterasse noch gemütlich eine Shisha paffen.

Donnerstag, 17. Februar 2011

Mi. 16.02. Party Teil 1

Hochzeitsparty Teil 1
In der festlich geschmückten Essex Farm werden wir von Nehas Eltern begrüßt. Es spielt eine vielköpfige Band Bollywood Schlager, auch für uns Partymusik nur leider in unglaublicher Lautstärke. Als Mohit und Neha reinkommen sind sie wieder von Fotografen umringt, auch muss jeder Gast mit ihnen auf ein Foto. Im Saal ist man von Kellern umringt, die Getränke und Imbiss reichen, bis das Buffet spät gegen 22h eröffnet wird: Vorher wird noch kräftig getanzt (auch wir vorne mit dabei, Mohit eh in seinem Element). Die Eltern des Brautpaares müssen dann auch noch (genauso wie Neha und Mohit) Szenen und Songs aus Bollywood Filmen nachtanzen und singen. Das es sich um Liebe dreht ist wohl klar. Um 24h fällt dann der Hammer: Musik aus, Bar zu, die Gäste räumen den Saal. Aber Samstag dann alles open end...

Delhi Di. Mi.

Delhi Di-Mi
Dienstag und Mittwoch sind quasi zur freien Verfügung in Delhi. In zwei Gruppen zieht es uns zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Leider ist das Wetter Dienstags nicht gut, so dass wir doch teilweise recht nass werden.

Wir sehen (nicht alle alles):

Das Red Fort, ein 100 acre grosses Gelände umringt von einer 2,5 km langen roten Mauer. Darin die herrlichsten Paläste aus der Moghul Zeit (1650). Leider teilweise in erbärmlichen Zustand. Wenn die da bald nicht mit Denkmalpflege anfangen, haben Sie in 50 Jahren nix mehr zum zeigen.

Mughal Gardens: die Gärten hinter dem Presidents House, und nur in einem Monat im Jahr für die Öffentlichkeit zugänglich. Schön angelegte, wunderbar ruhige Enklave in dieser lauten Stadt. Besonders Luna und Magnus sind mal wieder die Attraktion für alle anwesenden Schulklassen.

Einen Markt, auf dem in Bereichen Kunstwerke, Schmuckstücke, Textilien etc. Aus allen Regionen Indiens angeboten werden.

Das National Museum mit detailierten Ausführungen zur Indischen Kultur. Religion und Geschichte. (außerdem trocken)

Der Lakshardam Temple: ein riesiger Tempelneubau (2005 fertiggestellt) auf weitläufigem Gelände mit Teichen, Gärten, Arkadengängen drumrum, Prunk, Protz, Marmor, Edelstein, Gold und mehr. Leider mussten wir am Eingang alles außer und abgeben, sonst wäre das wohl eine Fotoorgie geworden. Das Witzigste (oder Schlimmste) war die Exhibition. Eine Riesenportion Pathos, Wunder, Heiligkeit und Gutmenschentum alles aufgemacht am Leben und den Wundertaten des Begründers und Oberyogis dieser Sekte. Präsentiert in Film (Imax Format), bewegte Plastilinfiguren- Szenen der Wunder in Lebensgröße usw. Fazit: Der Vatikan muss definitiv über einen Jesus Christus Image Film nachdenken.

Dienstag, 15. Februar 2011

Mo. 14.02.: Vermählung

Hochzeitszeremonie
Heute morgen werfen sich alle unsere Damen in Ihre neuen Saris. Eine wahre Farbenpracht. Nach ca. 1h Busfahrt erreichen wir Essex Farms, den Ort wo die Zeremonie stattfinden wird. Mohit kommt kurz darauf im einem blumengeschmückten Auto anchauffiert: in einem weißen, reich bestickten Umgang und orangen Turban sieht er aus wie Maharaja höchst persönlich. Der ganzen Bräutigamsgesellschaft voran wird Mohit von Nehas Familie begrüßt und bekommt jede Menge Blumen und Girlanden umgehängt. Im Festsaal nimmt Mohit auf einem Prunksofa platz, das auf einer festlich geschmückten Bühne steht. Neha wird hereingeführt und nimmt neben ihm Platz. Ab da sind die beiden bei allen halbwegs wichtigen Dingen von mehreren Fotografen und Videofilmern umringt, die immer im Weg stehen. Dann ein bisschen offizielles TamTam, dann ganz viele Blumenblüten, die über dem Paar verstreut werfen. Im Anschluss daran eine Prozesson nach draußen zu einem festlich geschmückten Pavillon, unter dem die eigentliche Vermählung dann stattfindet. Das bedeutet für die beiden: lange sitzen, Mantras lauschen, Blumenblüten, Rauch, Feuer, Hände halten, Versprechen geben...
Währenddessen hat die ganze Gesellschaft mehrere Stunden Zeit sich an einem reichhaltigem Buffet zu verköstigen, was wir auch alle mehrmals getan haben.
Am Ende ist das ganze dann recht flott herum, es wird alles wieder abgebaut und wir fahren noch auf einen Drink in die Stadt. Mohit und Neha haben da noch ein gegenseitiged Vorstellen der Familien vor sich.

Sonntag, 13. Februar 2011

So. 13.02.: Delhi 2

Mohit hat etwas länger gefeiert als geplant. Während wir gegen 2h im Bett waren, ging es dort bis um 5h. So hat die Hochzeitsgesellschaft dann kurzfristig beschlossen, dass es heute erst später losgeht. Was für uns leider nicht bedeutet hat, dass wir länger schlafen konnten, denn wer liest denn schon um 5h seine SMS.
Es ging dann eben statt um 8:30h um 9:45h. Dann wieder eine Stundd quer durch Delhi, werden wir von einem übernächtigten Mohit empfangen.
Nach unserer Ankunft gibts erst mal Tee später einen kleinen Imbiss während der Panditji (Priester) die Zeremonie vorbereitet.
Dann gehen Mohits Onkel und Mohit mit dem Panditji eine längere Prozedur durch: viele Mantras, Blumen, Wasser, Reis, Rauch, Feuer und jede Menge beißender Qualm spielen eine Rolle. Einige Stunden später wird Mohit dann erst mit kalten Wasser, dann mit kalter Milch übergossen (holy cow product), under damit zum vom Junggesellenstatus in den Familienstatus erhoben. Dann muss Mohit die Kleider wechseln, es gibt noch etwas mehr Qualm, die Taufe eines Kindes (wenn der Panditji gerade schon mal dabei ist) und dann geht das ganze Spektakel mit einem ausgezeichnetem Buffet zuende. Danach holen wir noch die Sarees ab und schlagen uns nach einem langen Tag zum Hotel zurück. Morgen gehts (angeblich pünktlich nach dahin wo die Braut wohnt).

Kurz berichtet

In Delhi dauert jede Autofahrt eine Stunde. Mindestens!

Beißender Qualm ist gut gegen böse Geister aber schlecht für Mohits Augen.

Die ersten zwei Tage feiern Braut und Bräutigam jeder für sich.

Sa. 12.02: Delhi Teil 1

Nach und nach sind über Tag dann alle in den Hotels eingetroffen. Das Hotel hier am Bahnhof ist sehr einfach und nicht in jeder Ecke ganz sauber, aber hier geht es ja mehr um Mohits Party.
Wir machen uns im Hotel kurz frisch, und fahren dann zum Sari shopping mit zwei von Mohits Tanten. Wie die Fahrt vom Flughafen zum Hotel, dauert auch die Fahrt zum Sariladen je ca. eine Stunde. Ganz viel Stoff und zwei Stunden später, sind alle Damen entschieden und vermessen. Gegen den Hunger hatte ich mir zwischendurch auf der Straße ein bread pakora geholt, vorgegriffen war das deutlich besser als das zum Frühstück im Hotel.
Der Transfer zu Mohits Partylokation erfordwer ein wenig indische Gelassenheit. Der Kleinbus fällt aus, die Taxis lassen etwas auf sich warten und wir knubbeln uns da rein, weils etwas wenig Plätze sind. Aber, auch typisch für hier: nach vielen Telefonaten mit Mohit sind alle 23 Gäste aus weit weit weg eingetroffen. Zum traditionellen Hennaabend gibts ganz leckeres Essen: erst Fingerfood (Käsebällchen, Hühnchen...) und dann ein Schlemmerbuffet. Dazu Musik und Tanz und Hennamalen. Die Hände und teilweise die Arme werden mit ddr Paste bestrichen, die dann je nachdem wie intensiv und dauerhaft die Bemalung sein soll, zwischen 30 und 120 min. einwirken.
Spät gehts zurück zum Hotel, besonders für diejenigen mit Jetlag heftig.

Samstag, 12. Februar 2011

Sa. 12.02.: Delhi Liveblog

Die Janetzkos warten mit dem Fahrer am Flughafen auf den Sammelflur aus München. Eichhoffs, Reinbachs und Stüves quälen sich durch den Zoll.
Korrektur: Reinbachs und Stüves kamen aus Dubei, Eichhoffs und Sangeetha aus Frankfurt etwas später, abends die zweite Indientruppe aus Varanassi. Laut Andreas deren bisher beeindruckendste Stadt, aber das müssen die selbst schreiben.

Fr. 11.02.: Jaipur 2

Relativ früh brechen wir mit unserem Guide Richtung Amber Fort auf, das ein paar km vor Jaipur in den Bergen liegt. Dort tappen wir dann in den ersten Turi-Nepp: zum Elefantenritt zum Fort hinauf steht schon eine mehrere Busladungen lange Schlange an. Etwas über 100 Elefant(innen) bringen je 2 Reiter und den Elefantenfahrer hoch zum Fort. Nach max 3 Touren ist für die Elefanten Feierabend. Trotz des Massenauflaufs machts Spass. Von oben hat man einen wunderbaren Blick ins Tal und auf die "Little Wall of India", die martialische 22 km lange das Fort umgebende Befestigungsmauer. Auch innerhalb der Anlage sind einige Schönheiten zu bestaunen.

Danach gehts wieder zurück in die Stadt. Vor dem Mittagessen bringt uns unser Guide noch in eine Werkstatt (kein Turinepp à la: very niveaus carpet, have in many different colours), wo Schmuck, für den Jaipur so bekannt ist hergestellten wird. Und zwar der echte für Cartier & Co., sehr "interessante" Arbeitsbedingungen. Am Nachmittag gibts noch das astronomische Observatorium zu sehen, das im Gegensatz zu dem in Delhi noch voll funktionstüchtig ist. Unter den Instrumenten die weltgrößte Sonnenuhr mit einer Ablesegenauigkeit von 2 Sek. Gleich nebenan liegt noch der City Palace, der auch so ein paar Stauner bereithält. Später dann noch entspannen im Pool, ein leckeres Abendessen und dann ist die erste wundervolle Woche schon vorbei.

Do. 10.02.: Jaipur

Unsere letzte Station vor Mohits grandioser Hochzeit. Nach dem Einchecken und kurz frisch machen fahren wir das erste mal ins Zentrum der 4-Millionen Metropole. Die Stadttore der pink gestrichenen Stadtmauern wurden noch bis Mitte der 70er Jahre Abends geschlossen. Immer noch herrscht innerhalb eine recht klare Aufteilung verschiedener Handwerke auf die 9 Blocks des Zentrums. Wir schlendern über einen der Straßenmärkte, im Prinzip ein überlanger Supermarkt in dem man alles für Haushalt und den täglichen Bedarf bekommt. Dazwischen kann man auch immer mal wieder in die Hinterhöfe durch: in manchen sind dann nochmal alle wichtigen Geschäfte für den schnellen Einkauf konzentriert, darunter: ein Geburtstagskarten und ein Zubehör-Geschäft, Hochzeits-Zubehör-Geschäft, ein Nachtisch-Geschäft, ein Tee-Geschäft.....

Donnerstag, 10. Februar 2011

Do. 10.02: Ujaipur-Jaipur

Habe gerade die Wartezeit am Flughafen genutzt, um meine bereits geschriebenen Texte einzustellen. Jetzt hebt gleich der Flieger ab zur nächsten Station: Jaipur mit seinem riesigem Amber Fort.

Mi. 09.02.: Ujaipur tagsüber

Es steht eine ausgiebige Tour durch die interessante Stadt mit dem monumentalen City Palace an. Dieser sieht recht zusammengewürfelt aus weil jeder Maharaja seinen eigenen Teil dazu gebaut hat, aber der Gesamtkomplex ist beeindruckend. Besonders Abends. Wenn die etwas mitgenommene Fassade durch die Beleuchtung noch wuchtiger und intakt wirkt. Auch eine Bootsfahrt über den See ein absolutes Muss. Von nirgendwo sonst hat man wohl einen solchen Blick auf die das Ufer säumenden Prachtbauten.

Di. 08.02: Ujaipur abends

Der Abflug von Jodhpur verzögert sich um zwei Stunden, dafür ist der Flug nach Udaipur dann um so kürzer. Die Landschaft ein vollkommen anderes Indien, der Pichola Lake inmitten der Berge. Darin glänzt wie eine Perle der Lake Palace einst Maharaja Sommerresidenz und Schauplatz von James Bonds Octopussy.

Nachts glänzt die zweite Insel neben dem komplett weißen Sommerpalast in den schrillsten Farben. Normalerweise find nur Orange, aber wenn Hochzeit gefeiert wird dann kommen Lampen in allen Farben,Laserscanner und was weiß ich dazu. Wenn Mohits Hochzeit auch nur halb so spektakulär wird, haltet Euch die Ohren fest, sonst schlackern sie Euch weg.

Di. 08.02: Dalai Lama

Auf dem Weg von der Terrasse zum Ausgang verweilen wir noch kurz in der Lobby. Dann Trubel und eine kleine Menge buddhistischer Mönche strömt herein und dazwischen: der Dalai Lama... Der ist nämlich gerade auf Besuch in Jodhpur angekommen. Hab ich den also auch mal getroffen, und das ganz ohne riesen Menschenauflauf 5 Meter entfernt quer durch den Saal.

Di. 8.2: Maharaja

Gegenüber des Meherangarh Fort trohnt auf einem Hügel der gewaltige Bhawan Palace, vor 60 Jahren erbaut noch heute Wohnsitz des Maharaja. Definitiv einen Abstecher wert. Das Palastmuseum kann man recht schnell abhandeln und sich dann an der Garage mit den schicken Oldtimern die Nase platt drücken. Architektur und Größe des Palastes beeindrucken. Wer mag schlägt sich morgens am traditionell gekleideten Portier vorbei und geht auf der Terrasse frühstücken. Das kann man in Jodhpur zwar auch günstiger haben, aber der Blick über den Garten mit dem Fort im Hintergrund ist unschlagbar. Und außerdem: wann kann man sich schon mal wie Maharadja fühlen.

Mo. 7.: Nachtrag, Mobilofon

Irgendwie hat mein Handy verrückt gespielt, und den Sperrcode nicht mehr akzeptiert. Habes es nur mit Komplettreset wieder zum laufen gebracht. Bin also nun total ohne jede Kontaktinfos unterwegs.

Mittwoch, 9. Februar 2011

07.02.2011 Tag 5: Kanha

Um 5:45 gings mit Crackern und Tee im Magen ging es wieder mal uebermuedet zu unserer Morgensafari, bei schweinekalten 4-6 Grad C. Dafuer wurden wir mit Baeren, Wildhunden, Hirschen und auf den letzten Moment mit TIGERN belohnt. Einer tauchte quasi aus dem Nichts auf und lief sogar direkt vor uns auf der Strasse!
Der zweite wurde von Elephanten gestellt: Wir haben ihn von einem anderen Elephanten aus fotografiert.
Den restlichen Tag haben wir mit chillen, Massagen und gutem Essen verbracht.

Lied des Tages: Eye of the tiger
Lessons learnd: Schlaf wird im Urlaub voellig ueberbewertet

06.02.2011 Tag 4: Pur (Nagpur), TTTaaaaxxxiiiii, Kanha, quasi Mukki, und dann doch Mocha

Unausgeschlafen und durchgefroren (Silke und Felixine) bzw. ausgeschlafen und auf Betriebstemperatur (Andreas) ging es auf die Suche nach einem Taxi. Nach gefuehlten 2 Stunden, beinahe verlorenen Nerven ging es mit einem unsympathischen Taxifahrer vom Kamikazeclub (Faehrt Kuehe ueber den Haufen!!!! und das in Indien!!!...) Richtung Mukki. Leider war Mukki Mukki etwas falsch und lag etwa 50 km abseits von unserem Ziel (Mocha\Kisli). Nach Kurskorrektur und weiteren Rupien sind wir doch angekommen. Im 5 Sterne Resort wurden fuer die Todesmutige Taxifahrt entschaedigt, obwohl wir einen Tag zu frueh da waren (ups). aber kein Problem wir haben unser Zimmer trotzdem beziehen koennen. Bei der Anmeldung haben wir leider festgestellt, dass der Reisepass von Silke abhanden gekommen ist!!! Die Botschaft haben wir leider auch nicht gleich erreichen koennen, da Sonntag war. Uns schwante schon Uebles, Silke zuruecklassen, verkaufen oder doch gemeinsam mit der Bahn und Taxis bis zur Botschaft nach Delhi weiter zu reisen. Da wir an diesem Tag nichts bzgl. Pass unternehmen konnten, gings erst mal auf Safari. Wir wurden mit wilden Tieren ;-) und einer Ralleyfahrt belohnt und einem hervorragenden Abendessen. Beim zu Bett gehen findet Silke Ihren Pass wieder und die alte Reiseplanung wird wieder aufgenommen.

Lied des Tages: Cars: Drive
Film des Tages: Taxi, Taxi

Lessons learned: Reisepass immer an die gleiche Stelle packen, Der aelteste Taxifahrer ist leider nicht immer der Beste

05.02.2011 Tag 3: Aurangabad, Ajanta, Jalgaon, Nag (1/2 Nagpur)

Mit einer eiskalten Dusche sind und einem schnellen Frühstück sind wir mit einem am Vorabend arrangierten Prepaid-Taxi zum Taj für Arme in Aurangabad aufgebrochen. Dieses wurde nach dem Vorbild in Agra gebaut und ist auch trotz der günstigeren Materialien beeindruckend.

Von dort ging es direkt weiter zu den Ajanta Caves. Unser Fahrer sprach erfreulicherweise ein bisschen englisch und noch wichtiger war nicht auf Kamikaze im Straßenverkehr aus. Die Ajanta Caves wurden zwischen 200-500 A.D. errichtet und sind wie der name schon sagt in den Felsen gemeiselte Höhlen bzw. besser gesagt Tempel, die dem Buddhismus gewidmet sind. Insgesamt gibt es ca. 30 von diesen Tempeln, die unterschiedlich verziert sind, allen ist aber gemein, dass Buddha darin auftaucht, meistens sogar in mehreren Varianten.
 
Das Quecksilber überschritt locker die 32° im Schatten, was uns ganz gut ins Schwitzen brachte. Zu unserer Überasschung waren fast keine Ausländer vor Ort, dafür aber umso mehr Inder. Insbesondere die Schulklassen waren auf Fotos mit uns aus, dabei immer strikt getrennt, die Jungs eins mit Andreas, die Mädels mit Silke und Felixine. Auch die Lehrer konnten es sich nicht nehmen lassen, "Exklusivfotos" mit uns aufzunehmen. Von den Ajanta Caves ging es mit einem Minibus zum Ausgangspunkt/Parkplatz zurück, nicht ohne natürlich noch durch einen Basar zu müssen. Für 60 Rupien (ca. 1 Euro) ging es von dort zur nächsten Bushaltestelle mit einem TukTuk, einer Autorickshaw. Dabei war es gemütlich eng, drei Rucksäcke, wir drei, ein Fahrer und noch ein "Guide". Die Busfahrt war weniger abenteuerliche wie gedacht, Sitzplätze wurden uns direkt angeboten, der Bus war für indische Verhältnisse in gutem Zustand und der Fahrer ebenfalls nicht suizidgefährdet. Mit dem Bus ging es nach Jalgaon, einer Stadt die für nix berühmt ist, aber den am nächsten gelegenene Bahnhof aufzuweisen hat. Jalgaon ist - vorweggenommen - die bisher schmutzigste ungemütlichste und stinkendste Stadt. Hat aber neben dem Bahnhof ein ganz nettes Restaurant mit einem hervorragenden Chaitee. Von Jalgaon ging es mit dem Nachtzug weiter nach Nagpur. Wir fuhren in der höchsten Klasse, d.h. nur 2 Pritschen übereinander, max. 4 in einem Abteil - Nichtsdestotrotz mussten wir die Pritsche mit unseren Rucksächen teilen,was die Nacht etwas unkonfortabel machte.
Lied des Tages: Rammstein: Model

Lessons learned: 5 Buddhas sind interessant, 500 anstrengend ;-), Als Fotomodels sind wir alle gut zu gebrauchen




Montag, 7. Februar 2011

Hypothesen ueber den indischen Verkehr

1)
Bei indischen Autos ist die Hupe falsch verkabelt. Dem Nutzerverhalten wuerde vielmehr entsprechen, dass der Hupton dauerhaft ertoent und nur bei behertztem Betaetigen des Knopfes der Ton unterbrochen wird.
2)
Indische Autofahrer koennen auch blind fahren und sich dank des Dauergehupens wie Fledermaeuse anhand des Schalls orientieren.

Kurz und knapp:

Jodphur hat eine Ampelanlage fuer 1,2 Mio. Einwohner
Kuenstler malen mit Halbedelsteinen
Masala Tee mit frischer Bueffelmich schmeckt wunderbar
man kann auf indischen Instrumenten die Titelmelodie von "The Godfather" spielen

Jodpur

Der Flughafen ist trotz riesiger Army Base (120000 Soldaten, ist halt nah an Pakistan) im zivilien Bereich putzig. Man geht zu Fuss vom Flugzeug zum Termina, das Gepaeck kommt im Anhaenger eines Traktors der Airline rueber und wird draussen vor der Ankunfthalle direkt neben der Tuere aufs Band gelegt und zuckelt dann rein. War schon mal witzig.
Im Hotel eingecheckt und nach der lange Reise erst mal im wunderbaren Aussenpool etwas Bewegung fuer die verrenkten Glieder geholt. Auf der Terasse, man kann es trotz Wind draussen ganz gut aushalten ein wunderbar leckerer Lamm Curry gehabt und den Blick auf das erleuchtete Fort genossen, dass wir uns heute morgen dann naeher angesehen haben. Ein absolutes Muss! Soll wohl eines der spektakulaersten in Indien sein und nachdem was ich an Wehranlagen und Palast und Ausstattung gesehen habe kann ich das bestaetigen. Danach durch den Markt in der Innenstadt. So wie ein indischer Markt sein muss: laut, trubelig, etwas schmuddlig an manchen Stellen (Jodphur ist eine recht saubere Stadt fuer indische Verhaeltnisse) und man kann fast alles kaufen.
Nachmittags eine Jeep Safari zu den Bishnoi. Kann ich nur empfehlen fuer jeden, der hierher kommt. Was haben wir erlebt: einen Toepfer, der eine Topf toepfert und danach einen Deckel, der exakt genau so gross ist wie der Topf, einen Bishnoi Landwirt, der uns zur mit einem traditionell ueblichen Ritual begruesst, einen von Hand-Teppich-Weber, Antilopen, wilde Pfauenherden...

Echt was erlebt heute, morgen ist wieder reisen angesagt: Udjaipur

Sonntag, 6. Februar 2011

Delhi Flughafen

Jetzt sind wir schon wieder ein Stück weiter: warten in Delhi auf den Weiterflug nach Jodhpur. Aber wir können die Beine hoch legen und werden uns noch einen kleinen Snack genehmigen bevor es los geht. Mohits Bruder ist vorbeigekommen und hat mir einen Koffer abgenommen, der jetzt nicht die ganze Woche mit mir rumtingeln muss. Habe die Wartezeit auch genutzt, um mir ne indische SIM mit Datenflat (nicht ganz 2 Euro) zu holen. Ihr bleibt also weiter auf dem Laufenden. Achso, die Telefonnummer für die nächsten 2 Wochen lautet: 00919560126839.

Samstag, 5. Februar 2011

Die Antwort ist...

5 Latte! Waren aber nicht sehr groß. Jetzt gibts hier im Abflugterminal keine Automaten mehr, also keine Chance die Zahl zu erhöhen. Dafür gibts jetzt eine Weisse. Urlaub hat begonnen.

Weitergereist

Wir mussten uns schweren Herzens von Mohit trennen und alleine weiterreisen nach Aurangabad.Mohit hatte Angst um uns und hat uns das alleine Reisen nicht zugetraut. Nichts desto trotz haben wir uns zu unserem ersten Flug mit einer indischen Propellermaschine aufgemacht. Wir haben erfolgreich sowohl Taxi, Hotel und Restaurant gefunden.
Das Hotel hat sage und schreibe 15 Euro fuer uns alle gekostet. Am naechsten Tag sind wir mit einer kalten Dusche wach geworden und Silke stand sofort unter Strom - im wahrsten Sinne des Wortes -  Dank indischer Steckdosen. Mit neuer Energie ;-) gings weiter zu dem kleinen Taj in Aurangabad und dann zu den Ajanta Caves. Budha ohne Ende...

Angekommen

Fast haetten wir es nicht mehr geschafft (Silke hing  bis16:50 am ITA fest). Mit 5 Minuten Restzeit wurde der Zug nach Duesseldorf dann aber doch noch erreicht. Dafuer bekamen Andy und Silke aber nur Standby Tickets von Dubai nach Mumbai. Die arme Felixine sah sich schon allein durch Indien reisen, waehrend Andy und Silkesich einen Urlaub in Dubai ohne Gepaeck ausmalten. Wieder erwarten hat aber alles geklappt und wir sind 14 Uhr Ortszeit mit viel zu wenig Schlaf von einem relaxten Mohit in Mumbai empfangen worden.


Lessons learned: Nicht ueber Tripado buchen.

Soundtrack des Tages: Leaving on a Jet Plane (Danke Mohit)

München


1. Etappenziel erreicht: München. Warten darauf dass die Reisebegleitung zu mir stößt.

Anmerkung: Lufthansa fliegen ist nicht übel. Mal schaun wie viele kostenlose Latte Macchiato ich trinken kann.

Dann erst mal schaun wie wir auf dem Weiterflug zwei Plätze nebeneinander bekommen.Nachdem man ja nun immer schon 24h vor Abflug online einchecken kann, sind natürlich alle Plätze vorreserviert, wenn man dies nicht gemacht hat. Nadenn - schaumermal...

Zug

Dieses moderne Touch Handy mobiles Internet Gedöns ist schon was Feines für einen Blogger. So sammelt man erste Erfahrungen und die Leser müssen sich durch unnütze Inhalte durchackern. 12:55 dann von CNG nach MUC und dann heute Abend weiter nach Delhi. Schade dass es mit dem beamen immer noch nicht klappt.

Holy Cow to everyone!

Verfolgung

Jau, und ab morgen wird die Verfolgung aufgenommen. Vieleicht begegnen wir uns ja in Jaipur/Udjaipur/Jodpur?

Donnerstag, 3. Februar 2011

Die erste Truppe ist unterwegs

Soeben hat die erste Truppe bestehend aus Andreas Schnabel, Silke Tomoscheit und Felixine Siegmund den Weg nach Indien angetreten.