Montag, 21. Februar 2011

10.02.2011 Tag 8: Varanasi

Bei der Ankunft in Varanasi Junktion Trainstation waren wir doch etwas angespannt, da wir doch vor einer hohen Kriminaltiät, Bettlern, vielen Todkranken Menschen usw. in unserer Reiseliteratur gewarnt worden sind. Wir haben uns deswegen direkt am Bahnhof ein PrepaidTaxi geschnappt, um dem ganzen Chaos etwas zu entgehen. Trotz PrepaidTaxi bekamen wir noch einen "Guide" mit an Bord, der uns zu unserem Hotel im Labyrinth der Altstadt führen wollte, und uns ständig erzählt wie schlecht es dort ist und dass er doch ein viel besseres kennt. Freundlich wie wir waren haben wir uns natürlich zur Anlaufstelle für das Hotel - ca. 5 Minuten vom eigentlichen Hotel entfernt -  bringen lassen und den "Guide" danach abgehängt :-) Zu unserer Überaschung gab es deutlich weniger Bettler, Gestank usw. als vermutet, nur die hohe Anzahl an Kühen sorgte für reichlich Tretminen in den schmalen Gassen. Nach kurzer Erholung im Hotelzimmer haben wir erst das Hauptghat und im anschluss ein Burning Ghat besucht. Am Burning Ghat werden die verstorbenen Personen nach Kasten getrennt verbrannt und können so direkt ins Nirvana eintreten. Ausnahmen sind Kinder unter 12 Jahre, Schwangere, Priester und Tiere - da diese rein sind - sowie durch Unfall, oder besondere Krankheiten (Lebra) gestorben sind. Diese werden entweder mit Steinen beschwert im Ganges versenkt oder auf Bambmusflösen gebettet. Zu unserer Überaschung war das ganze Zeremoniell nicht so schockierend wie erwartet, sondern nur interessant. Fotos waren natürlich nicht erlaubt, mag man ja bei uns auf einer Beerdigung auch nicht von irgendwelchen Touris. Am Burning Ghat war dann auch noch ein Bulle etwas wild unterwegs, der die Zuschauer und die Angehörigen zu spontanten Fluchten nötigte. Im Anschluss waren wir noch beim German Baker, die einen Teil Ihrer Einnahmen für ein Schulprojekt verwenden und haben super gemütlch Lassi getrunken. Abends haben wir noch eine "Tour" für den nächsten Tag gebucht - um in der kurzen Zeit möglichst viel zu sehen - sind über den Markkt gebummelt und zur Abendzeremonie am Hauptghat gegangen. Wir waren dann noch in einem Restaurant mit super leckerem Essen, Felixine hat sich erstmal für eine Auszeit von der indische Schärfe entschlossen.
Lessons learned: Trick a tout

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