Sonntag, 27. Februar 2011

23.02.2011 Tag 21: Jodhpur, Udaipur - Octopussy heißt uns willkommen


Der einzigste Nachteil an unserem Palast ist der niedrige Türsturz zum Badezimmer. Nachdem Andreas und Volker  schon am Vortag mit diesem Bekanntschaft geschlossen haben , hat Silke erst heute diese schmerzvolle Erfahrung gemacht. Nach dem auschecken sind wir noch schnell mit einer Rickshaw zum Clock Tower gedüst, um diesen noch zu besichtigen. Wir sind mal wieder nicht am zugehörigen Bazaar vorbeigekommen, ohne ein paar Gewürze und Tee sowie ein paar Fußkettchen (sehr gut verhandelt) und frisch gepressten Zuckerrohrsaft erstanden zu haben. Mit dem Flieger gings dann nach Udaipur weiter. Udaipur ist die Stadt der Seeschlösser, der Maler und Lederverarbeiter. Nachdem der Flughafen doch recht weit vor der Stadt gelegen ist, haben wir uns für eine Fahrt mit einem Prepaid Taxi zum Hotel entschieden. Aufgrund der guten Erfahrung haben wir uns wieder für ein Haveli - Gebäude mit Innenhof - entschlossen. Im Innenhof konnte man sich wieder einmal seine Zukunft aus der Hand lesen lassen, spirituelle Beratung genießen und als interesantes Detail die indische Malkunst erlernen. Wir haben nichts davon gemacht. Unser Zimmer war wieder einmal groß, sauber und recht schön. Andy und Silke konnten aus den Schmutzspuren an der Decke sogar Bilder erkennen (Löwe und Mann), Volker fehlte die entsprechende Fantasie. Den ersten Tag nutzten wir ersteinmal zum Checken der Lage. Bis zum Abendessen erkundeten wir Udaipurs Straßen. Hier haben wir eine neue Masche von jungen Kleinganoven kennengelernt. Ein Junge zeigte uns eine Handvoll Centstücke (ca. 70 Cent) und fragte uns wieviel das in Rupien wäre.  Auf unsere Antwort (42, was sonst) meinter er, dass wir ihm diesenBetrag doch bitte dafür geben sollten. Wir haben dies abgelehnt. Eine andere Frau meinte nur zu ihm "take good care of it". Den Sonnenuntergang am Sunset-Point haben wir knapp verpasst (der Sonnenuntergang war schneller als wir), dafür aber einen gemütlichen Abend auf der hoteleigenen Dachterrasse mit leckerem Essen und herrlichen Blick über den Pichola-See und die zahlreichen Schlösser im und um den See genossen. Nach dem Essen konnten wir uns die Vorführung des James Bond Klassikers Octopussy nicht entgehen lassen. Der Film wurde zu großen Teilen in Indien und speziell in Udaipur gedreht. Aus diesem Grund werden täglich in fast jedem Restaurant Filmvorführungen angeboten. Zum Ende streikte leider das Abspielgerät, sodass Silke sich das Ende von Andy und Volker schildern ließ.

Lessons learned: man lernt nur aus eigenen Schmerzen (Türsturz)

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