Sonntag, 27. Februar 2011

24.02.2011 Tag 22: Udaipur


Andy und Silke kamen auf die glorreiche Idee, den Blog an diesem Tag vorab zu schreiben und am Ende zu überprüfen, was wir tatsächlich geschafft haben. Hier eine kurze Liste der erwarteten Ereignisse und Aktivitäten sowie der Erfüllungsgrad:

·         Heute Blog im Voraus - mal sehn was sisch erfüllt (100% erfüllt)
·         Blog schreiben im Bett (100% erfüllt)
·         Frühstück in der German Bakery Edelweiß (100% erfüllt)
·         Stadtpalast besichtigen (100% erfüllt)
·         Rumgebummel, shoppen (Leder 0%, Schmuck 80%, Hose 0%, Kunst 0%, leider keine Flasche Wein 100%) und kleines Mittag (100% erfüllt)
·         Bootstour zum Sonnenuntergang (1%, fürs Fragen)
·         Essen auf einem Rooftop (100% erfüllt)

Nach einem eher mäßigen Frühstück im Edelweiß sind wir zum Stadtpalast aufgebrochen. Hier wurden wir erstmal durch die verschiedenen Möglichkeiten der Besichtigung von Teilen des Palastes vollkommen verwirrt. Die Schönheit des Palastes und das Vergnügen der Besichtigung wurden durch die Massen der Touristen und die herrschende Lautstärke stark beeinträchtigt. Wir verbrachten ein paar Stunden mit der Tour durch das Labyrinth an Räumen und Innenhöfen. Die gezeigte Ausstattung der Herrschaftsgemächer war eher enttäuschend. Unsere Vorstellung vom Reichtum indischer Herrscherfamilien wurde nicht erfüllt. Im Anschluss an den Citypalast gab es ein leichtes Mittag auf einer Dachterrasse mit einem hervorragenden Masala Papad. Ein weiterer Bummel durch Udaipurs Straßen führte uns zu einem Schneider, der Silke ein Seidentop und ein Seidenkleid maßgeschneidert für umgerechnet 40,-€ anbot. Die Fertigstellung sollte bis 20 Uhr des selben Tages erfolgen. Den sonnigen Nachmittag verbrachten wir mit einem Spaziergang ans andere Seeufer und einem Lassi im Schatten eines riesigen Baumes (Dank an Volkers Eltern). Die nun gelante Bootstour mit Sonnenuntergang fiel leider ins Wasser (sprichwörtlich, besser bei Indiens Wasserqualität). Alle Fahrten waren bereits ausgebucht. Silke nutzte die Gelegenheit und erstand etwas Silberschmuck in einem nahegelegenen Laden. Das Abendessen nahmen wir wieder mal auf einer Dachterrasse im "Paying" (gibts hier auch andere???) Guesthouse Dream Heaven ein. Das Restaurant ist sehr zu empfehlen. Insbesondere die Lassi und das Butter Chicken waren hervorragend. Von hier ging es direkt zum Schneider um Silkes neue "Kleider" abzuholen. Leider entsprachen die Klamotten nicht unseren Erwartungen. Nach zigmal Abändern, Neunähen usw. - es war bereits 21:30 - hatte der Chef des Ladens Mitleid mit uns bekommen und Volker und Andreas ein Bier organisiert um die Wartezeit zu überbrücken. Wir verbrachten also unseren Abend anstelle auf einer Dachterasse in einem winzig kleinen Stofflager beim Schneider. Wir nutzten die Zeit um "Wer bin ich", "Ich sehe was, was Du nicht siehst" (lustig im Stofflager) zu spielen und uns an der Situationskomik des Ganzen zu erfreuen. Nachdem mittlerweile jeder Laden auf der Straße geschlossen hatte, hat uns doch noch die letzte Version des Tops und des Kleids überzeugt. Vom Stofflager ging es dann direkt zum Schlafen ins Hotel.

Lessons learned: Die unendliche Geschichte des tapferen Schneiderleins, was ist eigentlich das Antonym von Paying Guest House




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