Montag, 21. Februar 2011

09.02.2011 Tag 7: Jabalpur - Marple Rocks

Endlich mal ausgeschlafen, bis ca. 9 Uhr! Mit frischer Energie ging es zunächst mit Bus und Rickshaw zu den Marple Rocks, diese sind ca. 25 km oder 40 Minuten vor Jabalpur gelegen. Dort angekommen waren wir erstmal über moderat aufdringliche Verkäufer und den fast schon geringen Lärm erstaunt. Mit einem Boot ging es auf Besichtigungstour in eine Schlucht aus Marmorfelsen.
Sehr beeindruckend, auch wenn wir mangels Hindikenntnissen nichts von den Erklärungen verstanden haben. Am Basar haben Felixine und Andreas handbearbeitete Mörser aus Marmor gekauft. Es gab sehr filigrane Staubfänger aus Marmor zu bestaunen, z.B. Gitterartiges Ei, mit Dinsaurier im Inneren, der wiederrum noch ein Tier im Inneren hatte und das ganze aus EINEM Stein geschnitzt! Nachdem man davon aber nicht satt wird, sind wir in ein Restaurant mit Garten und Flußblick gegangen, dass auf einem Hügel direkt neben einem Hindu-Tempel aus dem 10. Jahrundert gelegen war. Nachdem die ruhige Zeit leider zu Ende ging haben wir uns mit einer Rickshaw (vgl. Piaggio Ape) zur Bushaltestelle aufgemacht, mit weiteren 11! Leuten, d.h. wir waren dort zu 14. drin "Can you beat it". Das war aber noch gar nichts gegen die anschließende Busfahrt (ca. 100 Leute für 20 Mann Bus). Silke musste die erste viertel Stunde auf Zehenspitzen stehen, die Decke war dabei viel zu niedrig , Andreas war über 3-4 Leute verteilt, aber es bestand dafür keine Umfallgefahr...Nachdem wir mit der Konservendose angekommen sind haben wir unser erstes Einkaufzentrum in Indien besucht, das wir gleich zur Shoppingtour genutzt haben. Das Einkaufzentrum stand zu unserer Überraschung einem in Aachen nur geringfügig nach. Im Anschluss haben wir noch einen Juwelier "besichtigt" unter strengster Bewachung von Securityguards (ca. 5 Typen mit Maschinengewehren). Für die anstehende Zugfahrt nach Varanasi haben wir uns dann noch im Supermarkt mit Knabberzeug und Mückenstichen eingedeckt. Mit einer Rickshaw gings dann Richtung Bahnhof. Zum ersten Mal machten wir die usn angekündigte Erfahrung eines betrügerischen Fahrers, der nachträglich den Preis erhöhen wollte. Zu seinem Pech hatten wir uns aber bereits samt Gepäck von der Rickshaw verabschiedet und sind einfach Richtung Bahnhof davongeschlendert. Im Bahnhof herrschte das übliche Chaos und Unwissen darüber, von wo unser Zug genau abfahren sollte. Mit Hilfe der Auskunft eines freundlichen Inders wurde erstmal ein Restaurant aufgesucht. Wir hatten ja noch 4 Stunden bis zur geplanten Abfahrt zu überbrücken. Nach kurzem Fussmarsch fanden wir das beschriebenen Lovely Restaurant. Das Essen war sehr gut, die sanitären Einrichtungen ließen jegliche Hygiene missen. Wir kauften uns beim Besitzer noch einiges an süßem "Gebäck" und zurück gings zum Bahnhof. Schon auf dem Eg dorthin folgte uns eine Horde bettelnder Straßenkinder. Schlimmer wurde es auf dem Bahnsteig. Hier wurden wir regelrecht belästigt. Ein nepalesischer Soldat kam uns zur Hilfe und verscheuchte die Bande mit Tritten. Vorab wurden Silke und Felixine noch von einer möglicherweise verrückten ärmlich aussehenden Frau belästigt und konnten nur durch geschicktes Ausweichen einem tätlichen Angrifff entgehen. Zum Glück waren dies die bisher einzig wirklich unangenehmen Momente in Indien. Unser Zug ließ eine Stunde länger auf sich warten als geplant. Gegen 1 Uhr nachts durften wir dann unsere Pritschen (3 übereinander) beziehen. Besonders Silke hatte Schwierigkeiten mit dem engen Platzangebot. Ein lauter Schnarcher (nicht Andy) erschwerte das Einschlafen zusätzlich. Der Schlafmangel ließ aber jeden zumindest in einen leichten Schlaf sinken.
Lied des Tages: Marmor, Stein und Eisen bricht
Lessons learned: 14 Leute in der Rickshaw sind deutlich besser als 100 im Bus.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen