Sonntag, 27. Februar 2011

22.02.2011 Tag 20: Jodhpur - Schlumpfhausen


Wegen der Verspätung in Jaipur rechneten wir mit einer verzögerten Ankunft in Jodhpur (erwartete 9:00 Uhr statt geplante 8:00 Uhr). Nichtsdestotrotz wurde der Wecker auf gemütliche 7:30 Uhr gestellt. Da wir da aber schon in Jodhpur am Bahnhof standen, wurde das Aufstehen, Packen und Aussteigen auf rekordverdächtige 5 Minuten beschränkt. Unser Pickup-Service war nicht in Sicht. Ein netter Zeitungsverkäufer nutzte sein Telefon um unser Hotel diesbezüglich zu kontaktieren und wollte nicht einmal einen Tip annehmen! 5 Minuten später war unser Transport organisiert und auf gings zum Hotel Singhvi`s Haveli. Bis unsere Suite, besser gesagt unser Palast, fertig war - bestes Hotel bis jetzt und das zum günstigen Preis - haben wir uns die Zeit mit einem ausgiebigen, sehr guten Frühstück vertrieben. In Jodhpur ist ein großer Teil der Häuser in indigoblau gestrichen. 
Dies soll zum einen für eine angenehme kühle Temperatur in den Häusern sorgen und zusätzlich insbesondere Mücken vernhalten. Die blaue Farbe war früher den Bramahnen (Gelehrte usw. -Höchste Kaste) vorbehalten. Heute ist dies nicht mehr der Fall, allerdings ist die Stadt immer noch nach Kasten bzw. Berufen aufgeteilt. Es gibt eine Straße mit Silberschmieden, eine mit Textilhändlern und und und. Nach einem Stündchen Pause haben wir uns zum Mehrangar Fort aufgemacht. 
Das Fort toppt alle bisher besichtigten, obwohl es in unseren Reiseführern nicht unbedingt empfohlen worden ist. Dies liegt zum einen am guten Zustand der Bausubstanz und zum anderen an dem hervorragenden Audioguide und natürlich an einem motivierten Maharadja der der Nachwelt was erhalten will. Silke und Volker haben sich dann auch noch Handlesen lassen und Ihnen wurden neben überraschend zutreffenden Aussagen zum aktuellen Stand der Dinge, Reichtum und viele Kinder vorhergesagt. Den Sonnenuntergang haben wir mit Blick aufs Fort von unserer Dachterasse mit einem Bierchen genossen.

Lessons learned: keine Sorge um die Schlümpfe - die habens schön




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