Sonntag, 27. Februar 2011

21.02.2011 Tag 19: Jaipur - Pink City


Jaipur war (gilt vorweggenommen für alle in Rajasthan besuchten Städte) deutlich sauberer, leiser, unchaotischer und besser riechend als die Städte der ersten Woche. D.h. natürlich bei weitem noch nicht wie in Deutschland, trotzdem lag eine kleine Welt dazwischen. Wir sind mit einem Rickshawfahrer direkt nach dem Frühstück zum Fort aufgebrochen. Dieses liegt malerisch auf einem Hügel in einer kargen Landschaft gelegen. 
Auf die Elefantentour (ca. 700 m) zum Fort haben  wir verzichtet, da dies mehr einer Touristenkarawane geglichen hat. 
Wir waren positiv über den Zustand des Forts überrascht, d.h. zumindest war das Gebäude nicht total vernachlässigt und es gab einen Audioguide. Nach mehr als 4 Stunden kamen wir zu unserem Fahrer zurück. Er war recht verwundert, dass wir so lange für das Hauptfort gebraucht haben, die meisten Touristen sind wohl schon nach 1-2 Stunden zurück. Von da haben wir noch einen "kleinen" Abstecher in eine Textilfabrik unternommen. Wir konnten sehen wie Teppiche gewebt und Tücher mit einfachen Matrizen manuell bedruckt wurden. 
Im zugehörigen Laden haben wir uns reichlich mit unterschiedlichsten Textilien eingedeckt. Volker mit 6 Schals und Andy mit einem Anzug nebst 2 Hemden und ebensovielen Kravatten. Silke will kein Kleid für 14.000,- Rs kaufen. Muss Sie auch nicht, kostet nur 1.400,- Rs :-). Aufgrund der anschließenden Zeitknappheit gabs kein Jantar Mantar sondern den Affentempel. Wir wurden vom unserem Rickshawfahrer am Fuße eines Berges am Rande der Stadt abgesetzt. Mit Begleitung durch einen wirklich zerfledderten Hund gings an den Aufstieg. Auf de Hälfte des Weges wollte eine Frau uns unbedingt einen roten Segenspunkt auf der Stirn zwangsverpassen. Mit den Worten "You will get no Money for this" wurde sie erfolgreich abgewehrt. Wir waren zum Glück durch einige indische Kinder vorgewarnt worden. Der ganze Weg wurde von Affen bevölkert und auch am Tempel waren sie, wie zu erwarten, zahlreich vertreten. 
Aus diesem Grund sollten die Schuhe in einem Vorraum des kleine Tempels unter den wachsamen Augen der Tempelhüterin abgestellt werden. Leider erwies sich diese Frau als unverschämtes Subjekt. Als sie laut zeternd eine größere Spende als die freiwillig erbrachte von uns einfordern wollte, nahmen wir unsere Füße und die Schuhe in die Hand und verließen den doch recht armseligen Tempel. Der Berg selbst bot uns aber eine schöne Aussicht auf die Stadt und das Amber Fort in der Ferne. Durch unseren Rickshawfahrer wurden wir noch in eine Juwelierladen für Silberschmuck geführt. Die Betreiber war sehr nett, aber auch seine geschicktesten Verkaufstaktiken hatten bei Silke nur sehr mäßigen Erfolg. Das anschließende Abendessen in einem sehr einfachen Restaurant auf dem Flachdach eines Textilgeschäftes war hervorragend. Zurück im Hotel wurden dem Blog noch schnell einige Zeilen und auch Bilder hinzugefügt. Gegen 0 Uhr wurden wir vom Hotelbesitzer zum Bahnhof gefahren. Unser für 1 Uhr angesetzter Zug verspätete sich um 45 Minuten. Völlig übermüdet konnten wir aber sehr gut in unseren Kojen einschlafen.

Lessons learned: Hexen leben manchmal in Tempeln, wir sind Intensivtouristen

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